Faszientraining und Massagen


Was sind Faszien?

Die Faszien in unserem Körper sind ein dynamisches, netzartiges Bindegewebe, das mit Flüssigkeit gefüllt ist. Sie bilden ein anpassungsfähiges Stütz- und Schutzsystem. Kollagene, Elastin und andere Faserarten, die von Zellflüssigkeit umgeben sind bilden dieses faszinierende Gerüst, das uns unsere Körperform gibt und uns ermöglicht aufrecht zu gehen. Dieses Gewebe umhüllt alle Gelenke, Organe, Nerven und Zellen und wurde früher beim Sezieren als Füllstoff angesehen und weggeschmissen.

 

Oft sehen wir dieses Bindegewebe erst, wenn es nicht mehr seine Funktion erfüllt (wie z. B. bei Cellulite). Alle Körpersysteme sind von diesem Flüssigkeitssystem umgeben. Zusätzlich gleichen die Faszien Zug und Druck auf unseren Körper und unsere Muskeln aus, wodurch sich Muskeln zusammenziehen und verlängern. 

 

Faszinierend ist die Erkenntnis, dass unser Fasziensystem ein Infomationssystem mit Rezeptoren und Sensoren ist und unsere Motorik steuert. Lange ging die Wissenschaft davon aus, allein unser Gehirn sei für diese Funktionen verantwortlich. Der Faszienforscher Robert Schleiß hält deshalb den Verbund der Faszien für unser größtes Sinnesorgan. Es nimmt mehr Informationen aus dem Außen auf als unser Gehirn mit unseren fünf bekannten Sinnen. Forschungen nach zu urteilen wirken sich Angst, Wut und Kummer ebenfalls negativ auf unsere Faszien aus.

Dehydration der Faszien - Schutzreaktion der Zellen

Kommt es zu einer Dehydration im Körper reagieren unsere betroffenen Zellen, indem sie die Zellwand versiegeln um die noch verbliebene Flüssigkeit zu konservieren. An für sich eine schöne Sache, Der Nachteil: Wichtige Nährstoffe und Mineralstoffe kommen nicht mehr in die Zelle hinein. Es kommt zu Störungen der Hormon- und Enzymproduktion und des Stoffwechsels. Der Alterungsprozess beschleunigt sich rapide, der Körper lagert mehr Fett ein und die Knochen und Muskeln bauen sich ab. 

 

Eine Studie der Stanford University School of Medicine in Kalifornien fand heraus, dass chronische Entzündungen die Hauptursache für Gelenkschäden sind. Davor wurde davon ausgegangen, Gelenkschäden entstehen, weil wir unsere Gelenke langfristig komprimieren und abnutzen.

 

 

Wenn Sie sich bewegen, sorgt das Fasziensystem ständig für ein Gegengewicht in ihrem Körper. Jede Fehlstellung wird an anderer Stelle von den Faszien ausgeglichen, um Ihren Körper im Gleichgewicht zu halten. Kommt es zur Dehydration verlängert und kontrahiert (zusammenziehen) sich der betroffene Muskel nicht mehr richtig . Die Muskeln überanstrengen sich in ihrer erschwerten Arbeit und blockieren. In Folge können sich Knochen falsch zueinander ausrichten. Nervenimpulse und Blutkreislauf verändern sich und Gelenkentzündungen können folgen. 

Wie bemerke ich Dehydration?

Die Dehydration unseres Körpers kann sich ganz unterschiedlich auswirken, je nach betroffenem Körperbereich. 

 

Symptome können sein: 

  • Kopfschmerzen
  • Lust auf Süßes
  • schlechter Schlaf
  • Gereiztheit
  • Verdauungsstörungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Energieverlust
  • die Körperspannung lässt nach, Schultern hängen nach vorne
  • X-Beine
  • Schiefzehen
  • Gewichtszunahme
  • Beschwerden im unteren Rücken
  • Ekzeme
  • Beklemmungen
  • Falten
  • Darmentzündungen
  • akute Entzündungen
  • Gelenkschmerzen, Gelenkschwellungen
  • Cellulitis
  • Unfallneigung
  • auffällig vorstehender Unterbauch
  • Beinkrämpfe
  • Restless-Legs-Syndrom
  • Benommenheit
  • Depressionen
  • Konzentrationsschwächen
  • Stimmungsschwankungen

Ursachen der Dehydration von Faszien

  • physische und psychische Belastungen
  • Wassermangel im Bindegewebe
  • Ständiges Tragen von Kindern und schweren Taschen
  • ungünstige Schlafposition
  • schlechter Schlaf
  • Medikamente
  • Umweltgifte
  • schlechte Ernährung

Dauerhafte oder sich oft wiederholende Fehlhaltungen führen zu Kompressionen und Dehydration der Gelenke

 

Egal ob Sie den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen oder ständig für einen Marathon trainieren. Auf die Menge kommt es an! Die dehydrierten Bereiche weiten sich mit der Zeit aus. Stellen sie sich Wasser vor, dass sich staut. Es leitet sich irgendwann um. Nach diesem Prinzip leiten die Faszien die Flüssigkeit um die dehydrierten Stellen drumherum. Zurück bleibt eine Öde, die komplett unterversorgt ist und sich in Symptomen bemerkbar macht. 

Jnana Yoga

Sandra Stümper

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